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Terkessidis

Dr. Mark Terkessidis:
Vom Werden der Schule Vielheit und Zusammenarbeit
in der postmigrantischen Gesellschaft 

Ist es nicht verwunderlich, wie schwer sich der Bildungsbetrieb immer noch mit der Heterogenität der Gesellschaft tut? Müsste die Vielheit nicht schon längst zur DNA gehören? Vor allem im Bereich der Kitas und der Grundschulen gibt es sehr viel Veränderung, und dennoch sind Vorstellungen vom „Normkind“ weiterhin so verbreitet, dass die Bildungseinrichtungen alle paar Jahre wieder über zu viele „Quereinsteiger“ klagen müssen. Wie wären Schulen, in denen jedes Kind als „Quereinsteiger“ betrachtet wird? In denen Spracherwerb inklusiv organisiert wird? In denen die „Problemkinder“ auch als Kinder gesehen werden, die über Ressourcen verfügen, in punkto Polyglottie, Technikaffinität oder ästhetischer Arbeit, von denen auch Lehrende lernen können? In denen die Vielheit als Anlass genutzt wird, um Kollaboration, also Zusammenarbeit einzuüben, eine der entscheidenden Qualitäten der postmigrantischen Gesellschaft?


Dr. Mark Terkessidis
Mark Terkessidis wurde 1966 geboren. Der diplomierte Psychologe war von 1992 bis 1994 Redakteur der Zeitschrift „Spex“. 2001 gründete er gemeinsam mit Tom Holert das „Institute for Studies in Visual Culture“. Er lebt als freier Autor in Berlin und Köln. Seine Themenschwerpunkte sind Jugend- und Popkultur, Migration und Rassismus.

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